Mathematisierungen als didaktische Herausforderung : ein Beitrag zur kognitiven Profilierung der Leistungsfähigkeit von Schulkindern im Mathematikunterricht durch die Ausprägung mathematischen Verständnisses

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Rita Lange (2002): Mathematisierungen als didaktische Herausforderung : ein Beitrag zur kognitiven Profilierung der Leistungsfähigkeit von Schulkindern im Mathematikunterricht durch die Ausprägung mathematischen Verständnisses. Dissertation, Universität Potsdam.

Zusammenfassung

(zu Teilen aus der Einleitung)

Die Schule ist in die Kritik geraten, insbesondere auch der Mathematikunterricht, wobei Heymanns Habilitationsschrift (‚Allgemeinbildung und Mathematik’) und die Ergebnisse der TIMSS als maßgebliche Auslöser angesehen werden können. In dieser Arbeit soll ein Reformvorschlag für den Mathematikunterricht entwickelt und analysiert werden. Es soll gezeigt werden, dass das Mathematisieren als wesentlicher Bestandteil des Modellbildungsprozesses den qualitativ verschiedenen Forderungen von J. Baumert und H. W. Heymann gerecht werden kann und gerade dadurch zur didaktischen Herausforderung wird, die, angemessene Unterstützung vorausgesetzt, bewältigt werden kann und muss. Basierend auf der konstruktivistischen Lerntheorie wird die Mathematisierungsphase als Hauptteil eines Modellbildungsprozesses für den Unterricht der Sekundarstufe an allgemeinbildenden Schulen analysiert. Ziel der Arbeit ist es, den Nachweis zu erbringen, dass das Durchführen von Mathematisierungen zur Ausprägung mathematischen Verständnisses im Heymannschen Allgemeinbildungssinn führt und dadurch die Qualität mathematischer Leistungsfähigkeit steigern kann. Dann wären Modellbildungsprozesse im Mathematikunterricht eine didaktisch machbare und zugleich stimulierende Reform hin zu zeitgemäßem Kompetenzerwerb.

Der Hauptteil gliedert sich in sechs Unterkapitel. Im ersten dieser Kapitel wird ein bildungstheoretischer Standpunkt dargelegt. Dabei wir die Schule und ihr Auftrag zu Bildung und Erziehung diskutiert, wobei auch Bezug auf das Allgemeinbildungskonzept von Heymann genommen wird, und eine Einordnung in die Fachsystematik (aus lerntheoretischer, psychologischer und didaktischer Sicht) wird gegeben. Im zweiten Kapitel folgen kognitionspsychologische Betrachtungen. Unter anderem werden Piagets Auffassungen zum Denken, das Verständnis von Denken als permanente Informationsverarbeitung und Erkenntnisse zu explorativem Verhalten sowie das Konzept der Produktiven Intelligenz vorgestellt. Im dritten Kapitel werden Möglichkeiten der didaktischen Umsetzung der kognitionspsychologischen Auffassungen aufgezeigt. Hierfür werden die Konzepte von Aebli, Rüppel/Rüschstroer (produktive Intelligenz) und Heymann dargestellt. Im Anschluss wird der Beitrag von Mathematisierung zur Entwicklung der allgemeinen Problemlösekompetenz kritisch betrachtet. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Leistungsfähigkeit und Modellbildungsprozessen. Im sechsten Kapitel werden vorliegende empirische Untersuchungen (Kaiser-Meßmer, 1993) analysiert.


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Kontext

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2003e.04130