Zur Entwicklung des Mengen- und Zahlbegriffs

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Simeon Schlicht (2016): Zur Entwicklung des Mengen- und Zahlbegriffs. Dissertation, Universität zu Köln.
Betreut durch Horst Struve.
Begutachtet durch Horst Struve und Inge Schwank.
Erhältlich unter http://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-15397-7
Note: magna cum laude.


Zusammenfassung

Simeon Schlicht zeigt durch empirische Untersuchungen, dass Kinder den Mengen- und den Zahlbegriff gleichzeitig und in Abhängigkeit voneinander erwerben. In seiner Untersuchung mit Kindern im Alter von 3 bis 4 Jahren verwendet der Autor sog. Spielsituationen, die er nach den Regeln der Interaktionsanalyse interpretiert. Das Ergebnis steht im Gegensatz zur gängigen fachwissenschaftlichen Vorstellung, nach der Kinder zunächst den Mengenbegriff und darauf aufbauend den Zahlbegriff erlernen. Durch die Anbindung der Zahlen an reale Situationen erhält die Arithmetik für Kinder eher den Charakter einer Naturwissenschaft als einer formalistischen mathematischen Theorie. Der Autor kombiniert Ansätze aus der Kognitionspsychologie, den Bildungswissenschaften und der Wissenschaftstheorie und schafft somit instruktive Querverbindungen. Die Untersuchungsergebnisse zeigen Erziehenden und Lehrenden, an welchen Stellen im Lernprozess der Kinder sie mit Lernproblemen rechnen sollten und dass etwaige Schwierigkeiten im Erwerb mathematischer Fähigkeiten auf strukturellen und nicht individuellen Problemen basieren.

Auszeichnungen

Kontext

Empirische Theorien

Interpretative Forschung

Kognitive Mathematik

Literatur

Schlicht, S. (2016). Zur Entwicklung des Mengen- und Zahlbegriffs. Dissertation, Wiesbaden: Springer Spektrum

Links

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